Die Rebsorten

Mehr als die Hälfte der Rebanlagen des Weinguts Franz Keller Schwarzer Adler sind mit Grauburgunder und Spätburgunder, den Paradeweinen der Region, bestockt. Dazu kommt natürlich Weißer Burgunder, der lange unterschätzte Müller-Thurgau und kleinere Flächen mit Silvaner und Gewürztraminer. Neben diesen traditionellen für die Region typischen Sorten bauen wir inzwischen aber auch Chardonnay, Riesling, Sauvignon Blanc, Merlot, Cabernet Sauvignon und Lemberger an, die am Kaiserstuhl einen ganz eigenen Charakter entwickeln.

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Grauburgunder

Obwohl die Grauburgunder-Traube rötlich gefärbt ist, wird sie den Weißweinen zugeordnet. Der Grauburgunder ist neben dem Spätburgunder die wichtigste Rebsorte, die wir auf dem Weingut Franz Keller Schwarzer Adler an- und ausbauen. Schon über Generationen wurde der Grauburgunder auf unserem Weingut trocken ausgebaut. Damit wurden hier auch mitentscheidende Pionierarbeiten geleistet für die Entwicklung des Weines weg vom süßlichen und schweren Ruländer (wie der Grauburgunder früher genannt wurde) und hin zum trockenen Grauburgunder, die erst in den 80er-Jahren des letzten Jahrtausend am Kaiserstuhl auch in der Breite zu greifen begann.

Unsere Grauburgunder-Weine von der Oberbergener Bassgeige sind frisch und duftig, während sich die Grauburgunder aus der Grand-Cru-Lage Achkarrer Schlossberg noch stärker durch ihre große Dichte und Mineralität auszeichnen. Aus den besten Trauben keltern wir die Spätlesen und Grauburgunder-Selectionen,  die in großen und kleinen Holzfässern ausgebaut werden. Und last not least bauen wir Grauburgunder-Trauben auch zu wunderbaren, edelsüßen Dessertweinen aus: den Ruländer Auslesen und den Ruländer Trockenbeerenauslesen.

 

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Weißburgunder

Auch der Weißburgunder als – neben dem Spät- und dem Grauburgunder – dritte Rebsorte der Burgunderfamilie besitzt für uns eine ganz wesentliche Bedeutung. Weißburgunder sind prinzipiell schlanker als Grauburgunder und unsere Weißburgunder aus der Oberbergener Bassgeige zeigen sich besonders frisch mit einer feinen Frucht. Dagegen zeichnen sich die Weißburgunder aus der Lage Oberbergener Pulverbuck noch mehr durch ihre Mineralität aus. Die besten Weißburgunder-Trauben bauen wir im großen und kleinen Holzfass zu unseren Weißburgunder-Selectionen aus, die einen feinen Schmelz besitzen und trotz ihrer Kraft sehr filigran und finessenreich sind und ein ausgezeichnetes Alterungspotential besitzen.

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Müller-Thurgau

Der Müller-Thurgau ist eine Rebsorte, die bei uns im Haus einen hohen Stellenwert genießt: als Vesperwein im Besonderen und ganz grundsätzlich als sehr schöner Wein für jeden Tag. Müller-Thurgau wird bei uns streng  ertragsreduziert gelesen, was die Voraussetzung dafür ist, sein Potenzial auszuschöpfen. Er ist leicht und frisch, dabei fruchtig und hat die sortentypischen, feinen Muskat-Aromen. Von Natur aus säureärmer als die Burgundersorten ist der Müller-Thurgau dazu auch ganz besonders bekömmlich. Übrigens, was manche vielleicht überraschen wird: Wir halten unseren Müller-Thurgau auch für den perfekten Austernwein.

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Chardonnay

Chardonnay ist international wohl die wichtigste weiße Rebsorte. Der Chardonnay kann sich gut Böden und klimatischen Bedingungen anpassen, deshalb finden wir diese Rebsorte auf der ganzen Welt. Wenn das Klima und die Böden ihn aber nicht herausfordern, wird aus seinen Trauben auch kein herausfordernder Wein. Bei uns zeigt sich Chardonnay von der Oberbergener Bassgeige duftig, saftig, mit viel Kraft und trotzdem Eleganz und Finesse. Unsere besten Chardonnay-Trauben bauen wir im kleinen Holzfass zu Chardonnay-Selectionen aus, die nicht nur unserer Meinung nach den eindeutigen Beweis erbringen, dass auch der Kaiserstuhl ausgezeichnete Voraussetzungen bietet, um hier große Chardonnays mit viel Alterungspotential zu erzeugen. So wurde unser 2008er Chardonnay Selection A im „Eichelmann 2010“, einem der renommiertesten deutschen Weinführer, als bester deutscher Chardonnay (94 Punkte) ausgezeichnet.

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Riesling

Riesling
Riesling ist in Deutschland zwar die wichtigste Weißwein-Rebsorte, trotzdem ist er am Kaiserstuhl, wo die Burgunder-Sorten im Vordergrund stehen, weniger stark verbreitet. Unser Riesling steht in den Höhenlagen des Kaiserstuhls, er ist schlank, hat ein schönes Säurespiel und viel Frucht. Ganz ausgezeichnet demonstriert er sein Potential übrigens auch in unserem Riesling-Sekt mit seiner feinen Perlage.

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Silvaner

Silvaner ist eine der ältesten kultivierten Rebsorten in Deutschland, die bei uns in der Oberbergener Bassgeige steht. Unsere Silvaner sind alte Rebstöcke, und inzwischen besetzen wir damit fast schon eine Nische am nördlichen Kaiserstuhl, so wenig Silvaner wird hier nur noch angebaut. Aber uns geht es wie allen Freunden des Silvaner: Wir mögen und schätzen diesen frischen Wein mit seinen vegetatiblen Aromen, der wegen seiner geringen Säureanteile auch sehr bekömmlich ist, nicht nur als perfekten Spargel-Begleiter.

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Sauvignon Blanc

Die Anbaufläche für unseren Sauvignon Blanc ist im Verhältnis eher klein, die Art, wie er unser Angebot erweitert, aber sehr fein. Typisch ist sein intensiver Duft unter anderem mit Aromen von Stachelbeeren. Dabei ist er in seiner Kaiserstühler Ausprägung aber ausgesprochen leicht, fein strukturiert und elegant mit mineralischen Noten – und eignet sich (nicht nur) ganz ausgezeichnet als Aperitif-Wein.

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Gewüztraminer

Der Gewürztraminer ist wie kaum eine andere Rebsorte prädestiniert, zu restsüßen Dessertweinen ausgebaut zu werden. Die intensive Bukett-Rebsorte ist fordernd im An- und Ausbau, und ganz typisch für den Wein sind seine Rosenaromen. Übrigens, Sie sollten unseren Gewürztraminer unbedingt einmal zusammen mit unserer hausgemachten Gänseleber-Terrine probieren – eine ganz und gar wunderbare Kombination.

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Spätburgunder

Neben dem Grauburgunder ist der Spätburgunder unsere wichtigste Rebsorte. Die Spätburgunder von der Oberbergener Bassgeige bauen wir im großen Holzfass zu duftigen Rotweinen mit feinen Tanninen aus. Die besten Spätburgunder-Trauben, die auch aus den Toplagen der umliegenden Gemeinden kommen, werden im großen und dem kleinen Holzfass zu unseren Selectionen ausgebaut. Das Ensemble unserer Spätburgunder wurde im „Eichelmann 2010“, einem der renommiertesten deutschen Weinführer, als „beste Rotweinkollektion“ ausgezeichnet. In der Begründung heißt es: „Die Spätburgunder von Fritz Keller sind reintönig und konzentriert, elegant und komplex, besitzen Kraft und Finesse, faszinierende Länge und Nachhaltigkeit: Große Burgunder vom Kaiserstuhl.“

Großen Wert legen wir übrigens auch auf die Auswahl des Pflanzenmaterials. Das Ziel ist dabei: An den  Reben sollen Trauben wachsen, die auf den Böden des Kaiserstuhls und unter seinen klimatischen Bedingungen optimal reifen können, damit die Weine, die wir aus ihnen erzeugen, das Potenzial des Terroirs möglichst ideal zum Ausdruck bringen.

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Merlot & Cabernet Sauvignon

Der Merlot und der Cabernet Sauvignon sind zwei Rebsorten, die in der Gegend um Bordeaux beheimatet sind, inzwischen aber auch an vielen anderen Plätzen der alten und neuen Welt ein neues Zuhause gefunden haben. Weil die zwei Rebsorten sich mit ihren Inhaltsstoffen ideal ergänzen, werden sie bei der Assemblage vieler großer Bordeaux-Weine verwendet und auch bei uns zu einem Cuvée ausgebaut. Der Merlot ist runder, manchmal schon mit einem Zug ins Schokoladige, fruchtig und körperreich. Der Cabernet Sauvignon ist säurebetonter hat mehr Tannine und deshalb auch deutlich mehr Ecken und Kanten. Beide Rebsorten stehen bei uns in absoluten Toplagen und werden im kleinen Holzfass ausgebaut.

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Lemberger

Lemberger – auch Blaufränkisch genannt – ist in Deutschland vor allem in Württemberg zu Hause. Aber auch am Kaiserstuhl kann die Traube ihr großes Potential entwickeln, das den Ausbau zu wunderbaren Rotweinen ermöglicht. Der Lemberger ist kernig, kräftig, fast ausladend mit einer festen Tanninstruktur. Bei uns wird er im kleinen Holzfass ausgebaut und hat viel Alterungspotential.